SÜDAMERIKA 2022/2024

SÜDAMERIKA 2022/2024

SÜDAMERIKA 2022/2024

EUROPA 2024/2025

Nach den unendlichen Weiten Südamerikas und dem einmaligen Erlebnis der Antarktis hieß es für uns zunächst: zurück nach Europa. Nach Jahren auf der anderen Seite der Welt kehrten wir nach Deutschland zurück. Doch statt sofort wieder aufs Fahrrad zu steigen, verbrachten wir erst einmal einige Wochen bei unseren Familien. Wir mussten ankommen, durchatmen und uns die eine große Frage stellen: Wie soll es jetzt weitergehen?


Unsere Reise hatte im Juni 2020 begonnen. Damals war die Welt durch Corona plötzlich ein völlig anderer Ort geworden. Grenzen waren geschlossen, Reisen kaum möglich und viele der Länder, die wir eigentlich mit dem Fahrrad erkunden wollten, blieben uns verwehrt.


Nun, einige Jahre später, hatte sich die Welt wieder geöffnet. Und so entstand ein Gedanke: Warum nicht das nachholen, was wir am Anfang unserer Reise nicht machen konnten?


Wir beschlossen, Europa noch einmal ganz neu zu entdecken. Zunächst sollte es nach Norden gehen, später über West- und Südeuropa weiter Richtung Asien. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Diese Reise würde nicht nur neue Länder und Landschaften bringen, sondern auch langsam das Ende unserer gemeinsamen Weltreise einleiten.



Deutschland: Zurück zu den Wurzeln

Eckernförde war für uns dabei mehr als nur ein Zwischenstopp. Hier hatten wir neun Jahre gelebt und gearbeitet. Es war unsere alte Heimat, der Ort, an dem wir vor unserer Weltreise einen großen Teil unseres gemeinsamen Lebens verbracht hatten.


Nach den vielen Jahren auf Reisen fühlte es sich beinahe surreal an, mit dem Fahrrad wieder durch diese vertrauten Gegenden zu fahren. Orte, die wir früher mit dem Auto oder im Alltag gesehen hatten, erlebten wir nun aus einer völlig anderen Perspektive.Von der Ostseeküste führte uns der Weg weiter Richtung Norden und schließlich über die Grenze nach Dänemark.




Dänemark: Zwischen Ostsee und Nordsee

Dänemark empfing uns mit seiner entspannten Atmosphäre und den weiten Landschaften. Wir folgten zunächst der Ostseeküste, bevor wir uns quer durch das Land in Richtung Westen bewegten. Je weiter wir nach Norden kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Die Ostsee wich schließlich der raueren und weitläufigeren Nordseeküste. Wind, Dünen und endlose Horizonte bestimmten unseren Weg. Unser Ziel war Hirtshals. Von dort sollte die Fähre nach Norwegen gehen. Damit begann für uns ein völlig neuer Abschnitt unserer Reise.

Norwegen: Berge, Fjorde und die wilde Natur des Nordens

Norwegen war eines dieser Länder, auf das wir uns ganz besonders gefreut hatten. Und es enttäuschte uns nicht.

Kaum hatten wir die Fähre verlassen, tauchten wir ein in eine Landschaft, die kaum spektakulärer hätte sein können. Steile Berge, tiefe Täler, Seen und unzählige Wasserfälle begleiteten uns auf unserem Weg durch das Land.


Wir durchquerten unter anderem das Jotunheimen-Gebirge und kamen nach Finse, einem abgelegenen Ort inmitten der norwegischen Bergwelt. Die Landschaft war rau und beeindruckend zugleich. Jeder Anstieg kostete Kraft, doch hinter jeder Kurve wartete ein neuer Ausblick. Unser Weg führte uns schließlich weiter bis Trondheim.


Doch Norwegen hielt auch eine unerwartete Herausforderung für uns bereit. Nicht nur riss unterwegs ein Riemen unseres Pinion-Antriebs. Viel schlimmer traf es Jasmin: Ihr Pinion-Nabengetriebe erlitt einen Totalschaden.


Der Schaden ließ sich unterwegs nicht beheben. Damit war klar, dass wir unsere Reise zunächst unterbrechen mussten. Wir mussten Norwegen verlassen und zurück nach Deutschland, um alles zu organisieren und das Problem zu lösen.


Es dauerte länger, als uns lieb war. Unser Zeitplan geriet immer mehr unter Druck. Denn ein Ziel wollten wir auf keinen Fall aufgeben: Island.


Das Nordkap mussten wir deshalb schweren Herzens aus unserem Plan streichen. Wir hätten die Route und den Zeitplan nicht mehr sinnvoll miteinander verbinden können. Und bevor der Winter kam, wollten wir unbedingt noch nach Island.




Island: Eine Insel zwischen Feuer und Eis

Trotz aller Schwierigkeiten schafften wir es schließlich nach Island.

Und Island war genau das, was wir uns erhofft hatten und gleichzeitig noch viel mehr. Die Insel fühlte sich an vielen Stellen wie eine andere Welt an. Schwarze Strände, gewaltige Wasserfälle, Vulkane, Gletscher, heiße Quellen und endlose Lavafelder wechselten sich ab. Dazu kamen die ständig wechselnden Wetterbedingungen, die das Radfahren zu einer echten Herausforderung machten.


Wir durchquerten die Westfjorde, kämpften uns durch das raue Hochland und folgten unserer Route entlang der Süd- und Ostküste.


Island zeigte uns seine ganze Vielfalt. Mal schien die Sonne, wenige Minuten später peitschte uns der Wind entgegen und Regen zog über die Landschaft. Die Straßen und Wege wurden immer wieder zu einer Herausforderung, doch gerade diese Unberechenbarkeit machte die Reise so besonders.


Bis Mitte Oktober waren wir auf der Insel unterwegs.


Dann kam der Winter.


Die Temperaturen sanken, das Wetter wurde immer härter und irgendwann mussten wir einsehen, dass es Zeit war, Island zu verlassen. Wir kehrten nach Deutschland zurück und verbrachten den Winter erstmals seit Beginn unserer Weltreise wieder gemeinsam mit unseren Familien.

Ein Winter in Deutschland: Weihnachten zu Hause

Nach fünf Jahren unterwegs war es ein ganz besonderes Gefühl, Weihnachten und Silvester wieder mit der Familie zu verbringen.


So schön die Reise auch war plötzlich wieder im vertrauten Umfeld zu sein, hatte etwas Besonderes. Wir konnten zur Ruhe kommen, alte Freunde und Familie sehen und für einen Moment das Leben führen, das wir fünf Jahre zuvor hinter uns gelassen hatten.


Doch je länger wir in Deutschland blieben, desto stärker wurde ein anderes Gefühl. Die Sehnsucht nach dem Fahrrad.


Nach dem Aufbrechen am Morgen. Nach dem Gefühl, nicht zu wissen, wo man am Abend schlafen wird. Nach neuen Landschaften, fremden Ländern und diesem ganz besonderen Gefühl von Freiheit, das man nur kennt, wenn man sein Zuhause auf zwei Rädern mit sich trägt.


Also planten wir die nächste Etappe.

Unser Ziel war nun, von Deutschland aus durch West- und Südeuropa weiter nach Asien zu fahren.

Doch während wir planten, veränderte sich etwas anderes.




Die Frage nach dem Ende unserer Reise

Wir waren inzwischen viele Jahre unterwegs. Was ursprünglich als Weltreise begonnen hatte, war zu einem riesigen Teil unseres Lebens geworden.

Für uns war die Weltreise längst nicht mehr einfach nur eine lange Reise. Sie war unser Alltag, unsere Arbeit, unser Zuhause und ein großer Teil unserer Identität.


Doch langsam entstand bei Jasmin der Gedanke, dass es vielleicht an der Zeit sein könnte, ein neues Kapitel zu beginnen.


Wir sprachen viel darüber. Sehr viel.

Sollten wir weiterfahren? Sollten wir irgendwann zurückkehren? Wo sollte unsere Reise enden? Und vor allem: Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, eine Reise zu beenden, die man so sehr liebt?

Am Ende kamen wir gemeinsam zu einer Entscheidung:




Unsere gemeinsame Weltreise sollte in Griechenland enden.

Für Außenstehende mag diese Entscheidung vielleicht nicht sofort nachvollziehbar gewesen sein. Nach fünf Jahren, 45 Ländern und unzähligen Erlebnissen einfach zu sagen: Jetzt ist Schluss?


Für uns fühlte es sich jedoch richtig an. Denn irgendwann muss man erkennen, dass nicht jede Reise bis zum aller letzten möglichen Kilometer weitergehen muss.


Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.


Und für uns war Griechenland der perfekte Ort dafür.




Niederlande, Belgien und Luxemburg: Aufbruch Richtung Süden

Von Leverkusen aus machten wir uns schließlich wieder auf den Weg. Dieses Mal ging es nicht nach Norden, sondern Richtung Westen und Süden. Wir durchquerten die Niederlande, Belgien und Luxemburg, bevor wir Frankreich erreichten.


Nach den wilden Landschaften Islands und Norwegens war es spannend, Europa noch einmal aus dieser Perspektive zu erleben. Wir fuhren durch kleine Dörfer, über ruhige Landstraßen und durch Regionen, die wir zuvor meist nur aus dem Auto oder von kurzen Urlauben kannten.


Schließlich erreichten wir Paris. Von dort ging es weiter Richtung Süden.




Frankreich und die Mittelmeerküste

Je weiter wir nach Süden kamen, desto stärker veränderte sich die Landschaft. Die Temperaturen stiegen, die Vegetation wurde mediterraner und irgendwann erreichten wir die Mittelmeerküste.


Wir folgten der Küste Richtung Osten und kamen schließlich nach Monaco. Von dort führte uns unser Weg weiter nach Italien.




Italien: Vom Mittelmeer bis zum Vatikan

Italien war für uns ein ganz besonderes Erlebnis. Das Land verbindet auf einzigartige Weise Geschichte, Kultur, Landschaft und Kulinarik.


Wir fuhren entlang der Küste und durchquerten zahlreiche unterschiedliche Regionen, bevor wir schließlich Rom erreichten. Nach all den abgelegenen Landschaften, durch die wir in den vergangenen Jahren gefahren waren, war es ein faszinierender Kontrast, mit dem Fahrrad mitten in eine Stadt einzufahren, die wie kaum eine andere von Geschichte geprägt ist.


Natürlich durfte auch ein Besuch des Vatikanstaates nicht fehlen.


Von Rom aus verließen wir schließlich wieder die Westseite Italiens und machten uns auf den Weg über die Berge Richtung Adriaküste.


Dort wartete bereits die nächste Fähre auf uns.

Kroatien: Zurück auf dem Balkan

Schon 2020, kurz nach Beginn unserer Weltreise, waren wir auf dem Balkan unterwegs gewesen. Doch damals hatte Corona unsere Reise stark beeinflusst. Viele Grenzen waren geschlossen oder nur unter erheblichen Einschränkungen passierbar.


Nun hatten wir endlich die Möglichkeit, diese Region so zu bereisen, wie wir es uns damals gewünscht hatten.


Von Kroatien ging es weiter nach Bosnien und Herzegowina.




Bosnien und Herzegowina: Was wir 2020 nicht sehen durften

Bosnien und Herzegowina hatte für uns eine ganz besondere Bedeutung. Bei unserer ersten Reise im Jahr 2020 durften wir das Land aufgrund der damaligen Corona-Bestimmungen nur für 24 Stunden betreten. Mehr Zeit war nicht erlaubt.


Jetzt konnten wir endlich das nachholen, was uns damals verwehrt geblieben war.

Und wir wurden belohnt.


Abseits der bekannten Küstenregionen erwarteten uns wilde Berge, abgelegene Täler und kleine Wege, die sich durch eine beeindruckende Landschaft schlängelten.


Wir fuhren durch das Hinterland und über teilweise anspruchsvolle und wilde Pfade. Die Landschaft wirkte vielerorts noch ursprünglich und unberührt.


Es war ein ganz anderes Bosnien, als wir es 2020 überhaupt hätten kennenlernen können.




Montenegro: Wildes Hinterland statt Küstenstraße

Auch Montenegro hatten wir bereits auf unserer ersten Balkanreise erlebt. Damals waren wir hauptsächlich entlang der Küste unterwegs.


Dieses Mal wollten wir etwas anderes sehen. Wir ließen die Küste hinter uns und fuhren durch das Landesinnere und die Berge. Und wieder einmal zeigte sich, wie unterschiedlich ein Land wirken kann, wenn man es nicht einfach auf den großen Straßen durchquert.


Tiefe Täler, hohe Berge, kleine Wege und abgelegene Dörfer machten Montenegro zu einem der eindrucksvollsten Abschnitte unserer Reise durch den Balkan.




Kosovo: Quer durch ein unbekanntes Land

Von Montenegro ging es weiter in den Kosovo.


Wir durchquerten das Land von Nordwesten nach Südosten und bekamen dabei einen Einblick in eine Region, die wir zuvor nur sehr wenig kannten.


Gerade diese unbekannten Orte waren es, die unsere Reise immer wieder so spannend machten. Nicht zu wissen, was hinter der nächsten Kurve kommt, war schließlich einer der Gründe, warum wir überhaupt mit dem Fahrrad um die Welt gefahren waren.




Nordmazedonien: Die letzten Kilometer

Unsere Route führte uns schließlich weiter nach Nordmazedonien. Wir durchquerten das Land und erreichten schließlich Skopje. Von dort ging es weiter Richtung Süden. Je näher wir Griechenland kamen, desto mehr wurde uns bewusst, dass wir uns tatsächlich dem Ende unserer gemeinsamen Reise näherten.


Nach fünf Jahren war das Ziel plötzlich nicht mehr irgendwo am anderen Ende der Welt.


Es lag vor uns.


In Griechenland.




Griechenland: Ein zweites Zuhause

Griechenland war für uns von Anfang an mehr als nur ein weiteres Land auf unserer Weltkarte. Hier leben Bastis Großeltern. Und schon während der ersten Jahre unserer Weltreise hatte Griechenland eine ganz besondere Rolle in unserem Leben gespielt.


Als die Corona-Pandemie 2020 und 2021 unsere ursprünglichen Reisepläne völlig durcheinanderbrachte, verbrachten wir mehrere Monate bei Bastis Großeltern in Griechenland im Lockdown.


Natürlich waren die Umstände alles andere als normal. Die Welt stand still, wir durften kaum reisen und wussten nicht, wann es weitergehen würde.


Trotzdem wurde diese Zeit zu einer der schönsten Erinnerungen unserer gesamten Weltreise. Basti konnte dort etwas erleben, was er zuvor in seinem Leben noch nie erlebt hatte: Mit 31 Jahren feierte er zum ersten Mal Weihnachten gemeinsam mit seinen Großeltern.


Aus einem erzwungenen Zwischenstopp wurde eine ganz besondere Zeit.


Griechenland wurde für uns zu einem zweiten Zuhause.


Und genau deshalb fühlte es sich richtig an, unsere gemeinsame Weltreise dort enden zu lassen.




Das Ende einer fünfjährigen Reise

Nach fünf Jahren auf dem Fahrrad war Griechenland nicht einfach nur das nächste Land auf unserer Route. Es war der Ort, an dem sich ein Kreis schloss.


Wir hatten unsere Reise 2020 in einer Welt begonnen, die plötzlich völlig anders aussah. Grenzen schlossen, Pläne zerplatzten und niemand wusste, was die kommenden Jahre bringen würden. Trotzdem sind wir weitergefahren.


Wir haben 45 Länder bereist, tausende Kilometer zurückgelegt, Wüsten durchquert, die höchsten Straßen der Welt erklommen, Eis und Schnee erlebt, uns durch Dschungel und Berge gekämpft und irgendwann sogar die Antarktis erreicht. Und am Ende führte uns all das wieder zurück nach Europa.


Nach Hause.


Vielleicht ist das Verrückte an einer Weltreise, dass man irgendwann erkennt, dass es gar nicht darum geht, möglichst viele Länder abzuhaken oder möglichst lange unterwegs zu sein.


Es geht darum, Erfahrungen zu sammeln. Menschen kennenzulernen. Grenzen zu überwinden. Die Welt mit eigenen Augen zu sehen. Und irgendwann zu wissen, wann der richtige Moment gekommen ist, weiterzugehen oder nach Hause zu kommen. Für uns war dieser Moment in Griechenland gekommen.




Nichts ist für immer. Und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

Unsere gemeinsame Weltreise endete dort, wo für uns ein zweites Zuhause entstanden war.


Doch auch wenn die gemeinsame Reise damit zu Ende ging, war die Geschichte noch lange nicht vorbei. Denn manchmal bedeutet das Ende eines Kapitels nicht das Ende der Reise.


Sondern nur den Anfang von etwas Neuem.......

Hier findest du unsere genaue Route die gefahren sind. Für noch mehr Informationen zu unserer Strecke sowie zu allen von uns gemachten Touren findest du auf unserem Komoot Profil Die Podtschis.

Geschichtsträchtige Orte wie Rom oder Paris


➽ Amazonasregenwald


➽ Unzählige exotische Tiere


Freundliche Menschen 


◆ Fahrradfahren über 5000m


◆ Die größte Salzwüste der Welt


◆ Gletscher

Die Route führt über mehrerer Landesgrenzen


Die Tour führt durch einige recht abgelegene Regionen für europäische Verhältnisse. Plane daher genau deine Etappen.


Schwankende Wetter und Temperatur Bedingungen. Von +40°C bis unter 0°C kann alles vorkommen.

 Wildzelten ist nicht überall erlaubt! Achte auf geltende Gesetzte


Es gibt entlang der Route unzählige Campingplätze


 In den meisten Fällen ist trotz Verbote das Wildzelten kein Problem. Wir haben die komplette Route fast ausschließlich Wild gezeltet. Falls du Wildzelten möchtest, nehme Rücksicht und zelte möglichst abgelegen und beachten die Prinzipien von „Leave No Trace“

Manche abschnitte, sind für europäische Verhältnisse recht abgelegen. Daher plane für diese Abschnitte etwas genauer. In der Regel ist aber die nächste Einkaufsmöglichkeit maximal 2 Tage (je nach deinem Tageszuschnitt) entfernt.


In Skandinavien sind, wie den meisten bekannt ist, die Preise für alles etwas teurer. So auch für Lebensmittel.


Auf dem Großteil der Route hat man eine sehr gute Wasserversorgung durch natürliche Quellen (Flüsse, Seen, Quellen).